adiutaByte im Spiegel der Konzertierten Aktion Pflege 2019

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4.7.19

Automatisierung und Optimierung der Tourenplanung

Nachfolgend werden einige Aussagen der »Konzertierten Aktion Pflege 2019« aus Sicht der Optimierungslösung, die adiutaByte für ambulante Pflegedienste entwickelt, beleuchtet.

Aussage 1: Entlastung aller Beteiligter durch Optimierung

S.109: Durch eine elektronisch vernetzte Dienst- und Tourenplanung können Arbeitsabläufe bei ambulanten Pflegeeinrichtungen erheblich verbessert werden. Darüber hinaus ergeben sich folgende weitere Vorteile:

  • Erleichterung der administrativen Arbeit und eine wirtschaftlichere Arbeitsweise, sagen 95% der Nutzinnen und Nutzer
  • Eine positive Wirkung auf die pflegerische Arbeit der Beschäftigten
  • Ein Beitrag zu einer verlässlicheren Dienstplanung, mehr Selbstgestaltungsmöglichkeiten und eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
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Wie gravierend diese Erleichterungen durch die Nutzung unserer Optimierungslösung (siehe nebenstehende Grafik) sein können, konnten wir im Rahmen von zahlreichen Pilot-Studien feststellen. So konnte die tägliche Zeit der Tourenplanung von mehreren Stunden auf wenige Minuten reduziert und bis zu 20% der Fahrzeiten eingespart werden. Diese Kapazität kann genutzt werden um dem Mangel von mindestens 130.000 Altenpflegekräften in Deutschland bis 2035 zu begegnen, der aus einer Simulationsrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (iw) hervorgeht. Darüber hinaus kann die freie Zeit genutzt werden, um durch Entlastung einen positiven Beitrag auf den Alltag der Beschäftigten zu leisten und somit die Attraktivität des Berufs zu steigern.

»Wir sehen im Bereich der Tourenplanung ein erhebliches Verbesserungspotential und große Möglichkeiten der Kostensenkung, da insgesamt 7 hochqualifizierte Pflegedienstleitungen z.Zt. im Wesentlichen mit diesen Aufgaben beschäftigt sind. Wir halten dies in Zeichen zunehmender Digitalisisierung für einen Zustand der baldmöglichst geändert werden muss.« (Birgit Kessler, Geschäftsführerin Pflegedienst »Die Pflege« - Ambulanter Pflegedienst GmbH)

Aussage 2: Dienstübergreifende Potentiale nutzen

S.109: Weitere Zukunftspotentiale ergeben sich aus einer freiwilligen pflegedienstübergreifenden vernetzten Dienst- und Tourenplanung, mit der dem fragmentierten Markt mit rund 14.000 unterschiedlich ausgelasteten Pflegediensten besser begegnet werden kann. Durch eine technologiebasierte Verteilung von Pflegebedürftigen in einem Netzwerk zwischen Pflegediensten, basierend auf Kapazitäten und Präferenzen, besteht die Möglichkeit:

  • Die Versorgung zu verbessern
  • Touren effizienter zu planen
  • Kurzfristige Kapazitätsschwankungen auszugleichen
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Auch dies konnten wir mit unserer Technologie belegen und im Rahmen zahlreicher Interviews, insbesondere mit Betreibern mehrerer Pflegedienste in einer Stadt, bestätigen. Insbesondere an den Rändern des Einzugsgebiets entstehen große Ineffizienzen (siehe nebenstehende Grafik), da aufgrund der sehr lokal betrachteten Tourenplanung teilweise lange Strecken in Kauf genommen werden, die bei einer Pflegedienst-übergreifenden Planung und einer ausgewogenen, sowie effizienten Verteilung, vermieden werden können.

»Als Pflegedienstleitung unterstütze ich aktiv den Entwicklungsprozess von adiutaByte, da wir uns durch den Einsatz der Lösung zum Einen erhebliche Zeiteinsparungen in der täglichen Tourenplanung und zum anderen eine höhere Kundenzufriedenheit erhoffen, da die Wünsche der Patienten in der Optimierung bestmöglich berücksichtigt werden. Insgesamt will ich so in Zukunft mehr Patienten versorgen, da ein wesentlicher Engpass heute die effiziente Planung an sich ist.« (Steffen Henoch, Geschäftsführer Pflegedienst Pflege zu Hause Christel Henoch GmbH)

Aussage 3: Entwicklung unter Einbindung aller Beteiligter

S.116: Digitalisierung und technische Unterstützung kann nur gelingen, wenn beruflich Pflegende, pflegebedürftige Personen und pflegende Angehörige frühzeitig einbezogen werden, ihre Ängste ernst genommen und ihre Kompetenzen zum Einsatz der Technik gestärkt werden.

Auch wenn diese Ansicht im Sinne der nutzerzentrierten Produktentwicklung eine Selbstverständlichkeit sein sollte, so erleben wir insbesondere in der Pflege viele Software-Produkte, die den Bezug zu den Nutzerinnen und Nutzern verloren haben. So preisen zahlreiche Anbieter vermeintliche Optimierungslösungen an, die sich in Gesprächen mit Pflegenden allerdings als gänzlich ungeeignet für Anwendungen im Alltag erweisen.

In unsere Entwicklung ist daher das Erfahrungswissen von ca. 60 Pflegedienstleitungen geflossen, um eine Software zu entwickelt, die technologisch den State-of-the-Art der Optimierung abbildet, aber gleichzeitig den Wünschen und Anforderungen der Pflege bestmöglich gerecht wird.

»Eine effektive Tourenplanung ist eine der maßgeblichen Stellschrauben für die wirtschaftliche Steuerung eines mobilen Dienstes. Das Team von adiutabyte nimmt sich mit dem Tourenplaner und der Rentabilitätsanalyse für Kundenanfragen genau den Themen an, die ambulante Pflegedienste aktuell besonders interessieren. Häufig werden Optimierungen auf Basis von langwieriger händischer Arbeit erarbeitet oder „aus dem Bauch heraus“ entschieden. Dies über künstliche Intelligenz automatisiert und optimiert zur Verfügung zu stellen würde einen Quantensprung in der Arbeit mobiler Dienste bedeuten. Bei den ersten gemeinsamen Tests hierzu hat sich das Team von adiutabyte als kompetenter und flexibler Partner gezeigt – ich erwarte mir viel von den entstehenden Möglichkeiten.« (Kai Goetze, Diakonisches Werk Bethanien e.V.)

Maßnahmen

S.115: Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), (…) finden über neue Produkte und Dienstleistungen zunehmend Einzug in den Alltag. Hier gilt es auch für die Pflege die Chancen dieser Zukunftstechnologien zu nutzen und Weichen für einen verantwortungsvollen Einsatz zu stellen, um in Zukunft weitere Entlastungspotentiale zu schaffen.

Damit dies gelingen kann braucht es unserer Ansicht nach eine stärkere Zusammenarbeit und einen umfangreichen Einbezug der einzelnen Stakeholder der Pflege. Zudem ist es unumgänglich, dass insbesondere Software-Anbieter Schnittstellen zu ihren Produkten bereitstellen, um Potentiale aus Vernetzung und Synergien bestmöglich zu nutzen. Durch Abschottung der eigenen Produkte und Silodenken wird der Pflegenotstand in Deutschland kaum zu stoppen sein.